D er Arbeitskreis “Mobilität, Energie, Klima” stieß dann zahlreiche Projekte an, die im Bereich Energieeinsparung, Energieeffizienz und Nutzung Erneuerbarer Energien einen Beitrag zur Ressourcenschonung, dem Klimaschutz und nachhaltiger Mobilität leisten. Heute sind die meisten städtischen Liegenschaften wärmetechnisch und mit Energieeffizienzmaßnahmen saniert. In mehreren Heizzentralen  werden nachwachsende Rohstoffe eingesetzt, in drei Gas-BHKWs und einem Klärgas-BHKW werden durch die Kraft-Wärme- Kopplung ca. 30% Strom und Wärme eingespart und ebenso viel CO2-Emis- sion vermieden.  Auf den meisten Dächern sind Photovoltaikanlagen errichtet, die von Bürgern betrieben werden. Ein Großwindrad unmittelbar hinter der Gemarkungsgrenze auf Ingersheimer Boden, ein landwirtschaftlicher Betrieb mit mehreren Naturenergiefacetten und Hunderte von privaten Solarthermie-, Photo- voltaik- und Biomasseanlagen runden  das Bild ab. Allein die in der Erneuerbare Energien Route vorgestellten Anlagen produzieren  jährlich über 28 Millionen Kilowattstunden Strom und Wärme und vermeiden ca. 16.000 Tonnen CO2-Emis- sion. Über 30% des Gesamtstrombedarfs wird in Besigheim heute (Mai 2014) aus Wasser- und Sonnenkraft gedeckt (Wasser 23%, Sonne 7%). Wir wünschen Ihnen eine erkenntnisreiche Wanderung, ein paar kurzweilige Stunden in und um Besigheim und überzeugen Sie sich auch von der Nachhaltigkeit in den Besigheimer Gaststuben und ihren Kellern. Heinrich Blasenbrei-Wurtz, Sprecher des Arbeitskreis “Mobilität, Energie, Klima” Besigheim die besonderen Energiestadt
Erneuerbare Energien Route Besigheim EER
Besigheim die besondere Energiestadt M it seiner einmaligen Lage, eingeschlossen zwischen den zwei Flüssen Neckar und Enz, die hier auf wenigen hundert Metern beträchtliches Gefälle aufweisen, verfügt Besigheim seit Menschengedenken über Wasserkraft. Die Archive tun Kunde von zahlreichen Getreide-, Öl-, Schleif- und Hammer- schlagmühlen, die über Jahrhunderte die Stadt prägten. Genauso eigenwillig ist die Flusslandschaft mit ihren tiefen Einschnitten und steilen Hängen, an denen seit 2000 Jahren die Naturenergie Sonne eingefangen und letztlich in Flaschen abgefüllt wird.Kaum hatte man das Phänomen Elektrizität entdeckt und technisch beherrschbar gemacht, da kaufte 1901 die Nagelfabrik Röcker aus Löchgau eine alte Mühle am Unterlauf der Enz und baute ein Wasserkraft- werk. Das war der Grundstein für die Elektrifizierung Besigheims und bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts war die Familie Röcker der Stromver- sorger für die ganze Stadt. Noch heute werden in drei Wasserkraftwerken jährlich ca. 13 Millionen Kilowattstunden Strom produziert, mehr als alle Besigheimer Haushalte verbrauchen. Als im Jahr 2000 vom Bundestag das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und bald danach das Kraft-Wärme- Kopplungs-Gesetz (KWKG) verabschiedet wurde, entstand in Besigheim eine enorme Dynamik im Zubau von unterschiedlichen Anlagen, die besonders energieeffizient sind oder erneuerbare Energie nutzbar machen. Hervorzuheben sind  die im Kreisgebiet erste Bürgerbeteiligungsanlage für Solarstrom auf der Werkrealschule und die Restaurierung einer hundert Jahre alten Mühlenruine (Ernstsche Mühle) an der Enz. Zur gleichen Zeit entstand die Lokale Agenda Besigheim, deren Ziel es ist, dem Wachstumswahn moderner Industriegesell- schaften den nachhaltigen Umgang mit Rerssourcen und dem Klima gegenüberzustellen. 
EER Erneuerbare Energien Route Besigheim
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